Geiger, Marcus, geb. in Muri (CH), Objektkünstler. Lebt seit 1978 in Wien, wo er Architektur und Bühnenbild studierte. Wurde in Ö. durch seine Arbeiten mit Frottee und anderen billigen Materialien bekannt; löste 1998 einen Skandal aus, als er für seine Einzelausstellung die Wr. Secession rot streichen ließ. Ironische Auseinandersetzung mit dem Kunstbetrieb. Zentral ist seine Erarbeitung des Wertbegriffes. Um den Wertanspruch, der an Kunst herangetragen wird zu unterbieten, verwendet Geiger billige Materialien wie Karton, Plattenholz und Textil, und Frottée. Neben dem Material wird die Kunst selbst zum Thema. Der Kunstbetrieb wird vielfach ironisch dargestellt, wobei das Stilmittel der parodiehaften Nachahmung bezeichnend ist.