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IM PAVILLON
EINLEITEND_DAS ZIEL

   
 

Der Gartenpavillon im Park des Palais Tilly (um 1720, heute Bezirkshauptmannschaft Wels-Land) wurde wahrscheinlich von Baumeister J.M. Prunner um 1730 errichtet.



Nach einem "Dornröschenschlaf" von vielen Jahren wurde der Pavillon auf Initiative von Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt und 1998 einer Restaurierung unterzogen. Federführend für den dazu gegründeten Verein zeichnet der Initiator und Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber, Mag. Martin Hochleitner, Leiter der OÖ Landesgalerie sowie Dr. Lienhard Dinkhauser als Verantwortlicher für das künstlerische Programm.


In diesem kleinen Barockjuwel wird seither versucht, Bereiche der bildenden Kunst mit Beispielen Neuer Musik zu verbinden.
Das Ziel ist, bedeutende österreichische und - so finanzierbar - internationale Künstler in Wels vorzustellen. Sowie in Serien kurzer Konzerte (von meist nur 15 Min. Dauer) Freude an zeitgenössischer Musik zu wecken.

   
  DER BAU
   
 

Die Urheberschaft des bedeutendsten oberösterreichischen Barockbaumeisters, des Linzers Johann Michael Prunner, hat in einigen Welser Baulichkeiten (ehem. Spitalskirche, Portal der Stadtpfarrkirche, Rathaus, Gartenhaus des ehem. Palais Tilly, Minoritengebäude und Kalvarienbergkirche) ihren sichtbaren stilistischen Niederschlag gefunden.

     

Wohl war in der Hauptsache der Welser Polier des genialen Linzers, Wolf Grinzenberger, tätig, aber in den Bauwerken - besonders in deren Fassaden ist der Prunner'sche Geist spürbar. Das wohl lieblichste Gebäude dieser Provenienz ist der Gartenpavillon der heutigen Bezirkshauptmannschaft in der Herrengasse (ehem. Palais Tilly). Eine strenge, durch breite Pilaster betonte Achsengliederung lassen ihn ausgesprochen „prunnerisch" erscheinen.

Hervorzuheben wären noch die herrlichen Stucchi oberhalb der Fenster und des Portals. Alles in allem hat Johann Michael Prunner, dessen oberösterreichisches Hauptwerk zweifellos die Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura wie die Kirche in Spital am Pyhrn darstellt, das Bild der Stadt mitzugestalten gewußt, und wenn auch vielfach die urkundliche Bestätigung fehlt, die Mitwirkung bzw. Vorbildwirkung Prunners scheint aber unleugbar.

aus: W.Grassner - Wels, Blick in eine Stadt. Verlag Kellner, 1989

 
  RUNDBLICK
   
 
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