konzerte
 

KONSERVE
MONTAG 7 NACH 7

 

MONTAG, 1. DEZEMBER 2003
CHRISTOPH HERNDLER

Christoph Herndler: Komponist, Landeskulturpreisträger für Musik 2003

 

MONTAG, 3. NOVEMBER 2003
SUSANNE LEISCH

Susanne Leisch ist Ärztin, Hausfrau und Mutter

 

MONTAG, 6. OKTOBER 2003
JULIEN CRUSE

Julien Cruse: Franzose, Philosoph, Präsident der österr.-französischen Gesellschaft Wels, passionierter Käseliebhaber, Musikhörer und Blockflötist, kommender Berggeher und Viola da Gamba-Spieler

 

MONTAG, 1. SEPTEMBER 2003
LIENHARD DINKHAUSER

Lienhard Dinkhauser: Künstlerischer Leiter des Vereins "imPavillon"

 

MONTAG, 4. AUGUST 2003
PETER LEISCH

Peter Leisch: Abteilungsleiter für Kunst, Kultur und Projektförderung am Kulturamt der Stadt Linz

 

   
     
 

MUSIK ZUR KARWOCHE
2003

   

MITTWOCH, 16.4.2003
IM PAVILLON, 18.30 UHR
ANDREJ SERKOW (ODESSA), AKKORDEON
SOFIA GUBAIDULINA: DE PROFUNDIS

Andrej Serkow, geb. in Pobugskoe (Ukraine). Akkordeonstudium seit dem 9.Lj. mit mehreren Preisen bei nationalen Wettbewerben.
Ab dem 15 Lj. Studium an der Musikfachschule in Kirovograd, später
am Konservatorium in Odessa (1994-1999) (Prof.V.Wlassow).
1998 1. Preis beim Internationalem Akkordeonwettbewerb in Kriwoj Rog (Ukraine).
Auftritte als Solist und im Ensemble bei verschiedenen Musikfestivals, Rundfunk- und Fernsehübertragungen. Solo-Konzerte im Ramen des Festivals in Odessa und Kirovograd.
Seit Herbst 2000 Studium er am Brucknerkonservatorium in Linz (Konzertfach) beim Prof.Alfred Melichar.
Im März 2001 2. Preis beim Wettbewerb "Das Podium" in Linz in der Solo-Kategorie und im März 2002 1 Preis in Kategorie Kammermusik im Duo Ost/West Akkordeon/Cello.
Sein besonderes Interesse gilt der Avantgarde und Jazzmusik.

Sofia Gubaidalina wurde 1931 in Tschistopol (Tatarische Republik) geboren. 1954 beendete sie ihre Ausbildung am Konservatorium von Kasan in den Fächern Klavier (bei Grigori Kogan) und Komposition und setzte dann bis 1959 ihr Kompositionsstudium bei Nikolai Pejko, einem Assistenten von Dmitri Schostakowitsch, am Moskauer Konservatorium fort. Anschließend erfolgte eine Aspirantur bei Wissarion Schebalin. Seit 1963 ist Sofia Gubaidulina als freischaffende Komponistin tätig. 1975 gründete sie zusammen mit den Komponisten Wjatscheslaw Artjomow und Viktor Suslin die Gruppe "Astreja", in der man auf seltenen russischen, kaukasischen und mittel- und ostasiatischen Volks- und Ritualinstrumenten improvisierte und zu bisher unbekannten Klangerlebnissen und neuen Erfahrungen musikalischer Zeit gelangte, was ihr Schaffen wesentlich beeinflußte. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung haben Sofia Gubaidulina und Viktor Suslin die Idee der Gruppe,Astreja" neu aufleben lassen. Seit Beginn der achtziger Jahre gelangten ihre Werke — insbesondere dank des tatkräftigen Einsatzes von Gidon Kremer — rasch in die westlichen Konzertprogramme, so daß die Komponistin neben Schnittke, Denissow und Silwestrow zu den führenden Vertretern der Neuen Musik aus der ehemaligen Sowjetunion gerechnet wird. Dies bekunden die vielen Aufträge namhafter Institutionen (darunter BBC, Berliner Festwochen, Library of Congress). Sofia Gubaidulina ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Seit 1992 lebt die Komponistin in der Nähe von Hamburg.

Sie erhielt einen Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb von Rom (1974), den Prix de Monaco (1987), den Koussevitzky International Record Award (1989 und 1994), den Premio Franco Abbiato (1991), den Heidelberger Künstlerinnenpreis (1991) sowie den Russischen Staatspreis (1992).

Wenn Sofia Gubaidulina auch auf Grund ihrer Erziehung dem russischen Kulturkreis zuzurechnen ist, so spielt doch ihre tatarische Abstammung in ihrem Schaffen eine nicht unbedeutende Rolle. Sie ist dabei aber keine Nationalkomponistin nach romantischem Verständnis, sondern eine Komponistin unserer Zeit, die alle Techniken ihres Handwerks beherrscht und sich Erkenntnisse der europäischen und amerikanischen Avantgarde für ihre Zwecke nutzbar macht. Auch Elemente östlicher Philosophie sind in ihre Musik eingeflossen.

Typisch für Gubaidulinas Schaffen ist das nahezu vollständige Fehlen von absoluter Musik. In ihren Werken gibt es fast immer etwas, das über das rein Musikalische hinausgeht. Dies kann ein dichterischer Text sein — der Musik unterlegt oder zwischen den Zeilen verborgen —, ein Ritual oder irgendeine instrumentale "Aktion". Einige ihrer Partituren zeugen von ihrer Beschäftigung mit mystischem Gedankengut und christlicher Symbolik. Ihr literarisches Interesse ist sehr vielseitig. So vertonte sie altägyptische und persische Dichter, aber auch moderne Lyrik (z.B. Verse von Marina Zwetajewa, zu der sie eine tiefe geistige Verwandtschaft empfindet).

De profundis für Bajan solo (1978)

De profundis ist ein einsätziges Werk für Bajan, das Friedrich Lips gewidmet ist, der das Werk 1980 in Moskau uraufführte. Es handelt sich dabei um das erste Werk, das Gubaldulina in Zusammenarbeit mit dem Bajan-Virtuosen Friedrich Lips schrieb, der die Technik des Bajanspiels grundlegend reformiert hat. In De profundis veränderte Gubaidulina den typischen Klang des Bajans, eines weitverbreiteten russischen Volksinstrumentes, bis zur Unkenntlichkeit.
De profundis bezieht sich auf den Psalm 130 "Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir" in seiner lateinischen Fassung. Wenngleich der Inhalt des Psalmes nicht als Thema oder Programm dieser Komposition dient, so ist er doch symbolisch in der Musik enthalten. Es entsteht ein Bild des menschlichen Leidens "in der Tiefe", mit Choralklängen werden Begriffe wie Hoffnung, Vertrauen und Gnade zum Ausdruck gebracht, und die Grundidee des Aufsteigens aus der Tiefe manifestiert sich in der Bewegungsrichtung des Werkes—vom tiefen, dunklen Register bis hinauf in den hohen, hellen Tonbereich. Die Musik ist von scharfen, expressiven Klangmomenten erfüllt: ein Beben zu Beginn (in freier Rhythmik), stöhnende Glissandi, zuckende Vibrati, jähe "Sprünge" von sonoren Clustern und die naturalistische Wiedergabe von »schweren Seufzern" durch die Bälge des Bajan. All diesen Klängen sind feierliche, mit Figurationen reich ausgestattete Akkorde gegenübergestellt, aber auch eine lange, einstimmige hymnische Melodie, die den gesamten symbolischen Weg des Werkes durchläuft—aus der Tiefe bis in die strahlende Höhe.

nach: Valentina Cholopowa "Sofia Gubaldalina—Putecoditel'po proizvedenijam", Moskau 1992

 

   

GRÜNDONNERSTAG, 17.4.2003
IM PAVILLON, 18.30 UHR

PATRICIA KOPATCHINSKAJA, VIOLINE
YOFFE:
SECHS "ENTWÜRFE ZUR SONATE DE VINTEUIL", (2002, Erstaufführung in Österreich), 4 min
MICHALIS ECONOMOU: "POLYMORPHON" (2002), 8 min
OTTO ZYKAN:
"DAS MIT DER STIMME" (2002), 3 min

Patricia Kopatchinskaja, Violine
wurde in Moldova geboren, dem weinbauenden Land zwischen Rumänien und der Ukraine. Beide Eltern sind Musiker. Studium der Violine und der Komposition in Wien und Bern. Im Jahr 2000 erster Preis im Internationalen Henryk Szeryng-Wettbewerb in Mexico. Im Jahr 2001 Trägerin des hochdotierten "International Credit Suisse Group Young Artist Award".

Im September dieses Jahres Debut mit den Wiener Philharmonikern an den Luzerner Festwochen. Im Winter 2002-03 führen sie elf Recitals in der Serie "Rising Stars" mit Christopher Hinterhuber in die grössten Konzertsäle (Musikverein Wien, Mozarteum Salzburg, Concertgebouw Amsterdam, Société Philharmonique de Bruxelles, Kölner Philharmonie, Symphony Hall Birmingham, Wigmore Hall London, Athens Concert Hall, Festspielhaus Baden-Baden, Konserthus Stockholm und Carnegie Hall New York). Jedes Mal wird ein neues Stück aus dem betreffenden Land aufgeführt oder uraufgefüht, denn ihr spezielles Interesse gilt neuer Musik. Viele Komponisten widmeten ihr Stücke: Jorge Sanchez Chiong, Patrick De Clerck, Violeta Dinescu, Michalis Economou, Viktor Ekimowsky, DrorFeiler, Daisy Jopling, Faradj Karajew, Ivan Sokolov, Boris Yoffe, Otto Zykan. Sie komponiert gelegentlich selber und sie improvisiert gerne Performances in ungewöhnlichem Rahmen, z.B. Kunstausstellungen. In CD-Aufnahmen setzte sie sich für Stücke der Zeitgenossen Johanna Doderer, Dmitri Smirnov und Nikolai Korndorf ein.
Sie spielte oft mit namhaften Pianisten, u.a. mit Paul Gulda, Christopher Hinterhuber, Mihaela Ursuleasa. Mit dem Solo-Cellisten des Concentus Musicus Herwig Tachezi spielt sie Duos.
Sie war Solistin u.a. mit Wiener Philharmonikern, Wiener Kammerorchester, Wiener Kammerphilharmonie, Jenaer Philharmonie, Würzburger Philharmoniker, Berner Symphonieorchester, Berner Kammerorchester, Ensemble Phoenix Basel, Slovenischer Philharmonie, Orquesta del estado Mexico mit Dirigenten wie Enrique Batiz, Andrey Boreyko, Leon Botstein, Valentin Doni, Jürg Henneberger, Eli Jaffé, Mariss Jansons, Marc Kissoczy, Daniel Klajner, Uros Lajovic, Kirill Petrenko, Claudius Traunfellner, Tibor Varga.
Sie wurde an unzählige Festivals eingeladen, um nur wenige zu nennen: Luzerner Musikfestwochen, Davos Festival, Wiener Festwochen, Wiener Hörgänge, Styriarte, Carinthischer Sommer, Heidelberger Frühling, West Cork Chamber Music Festival in Irland, Moscow Forum for contemporary music, Musikalischer Frühling St. Petersburg. Konzertreisen führten sie wiederholt nach Nord- und Mittelamerika, durch ganz West- und Osteuropa bis nach Russland, die Türkei und Armenien.
Im Jahr 2003 spielt sie u.a. am Festival zum 70. Geburtstag von Krzysztof Penderecki in Krakau, sowie mit dem Orchestre philharmonique de radio France unter Myung-Whun Chung und dem American Symphony Orchestra unter Leon Botstein im New Yorker Lincoln Center.
In der Interpretation sucht Patricia Kopatchinskaja die totale persönliche und emotionelle Identifikation mit dem Werk. Den Komponisten respektierend will sie Musik aus dem Moment entstehen lassen - Beethoven z.B. so provokant wie vor zweihundert Jahren. Auch neue Musik soll als direktes sinnliches und emotionelles Erlebnis packen. Kritiker sprachen von "kompromissloser Leidenschaft", ja sogar "einer neuen musikalischen Generation", während andere eine Tendenz "zu Übertreibung" oder "zum Schockieren des Publikums" bemängelten. Aber Patricia Kopatchinskaja lehnt eine Unterscheidung von "richtiger" und "falscher" Interpretation ab, solang Musik nur voll Leben und Überzeugung ist.

 

   

KARFREITAG, 18.4.2003
IM PAVILLON, 18.30 UHR
STEFAN NEUBAUER (WIEN), KLARINETTE
ANDRÉ JOLIVET: ASCESES POUR CLARINETTE SEULE

Stefan Neubauer, Klarinette
Klarinetten-Studium am Brucknerkonservatorium Linz bei Prof. Karl M.
Kubizek und an der Wiener Musikhochschule (Musikuniversität) bei
o.Prof. Peter Schmidl und Johann Hindler. (Diplom mit Auszeichnung);
Meisterkurse u.a. bei Alfred Prinz.
Orchestermusiker: 1994 Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters;
Engagement als erster Klarinettist im Orchester der Volksoper Wien in
der Saison 1999 / 2000;
seit Herbst 2000 Klarinettist des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper;
ständiger Gast bei den Wiener Philharmonikern.
Lehrtätigkeit seit 1990
Freiberuflicher Klarinettist: Camerata Salzburg, Ensemble Wiener Collage, Ensemble 20. Jahrhundert, Corso Wien, Wiener Kammerphilharmonie, Klangforum Wien,
Wiener Kammerorchester, Johann Strauß Capelle, etc.
Solistisch - / kammermusikalische Projekte, vorwiegend mit Neuer Musik (zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, sowie CD- Einspielungen

André Jolivet: Ascèses pour Clarinette (1967)

Jolivet war zusammen mit Olivier Messiaen und mehreren anderen jungen Komponisten ein Gründungsmitglied von "La Jeune France", einer 1936 mit dem Ziel gebildeten Gruppe, in der Musik wieder menschliche Belange in den Vordergrund zu rücken. Jolivet übernahm nicht den Serialismus, sondern strebte danach, Befreiung von den Fesseln der Tonalität durch die Verwendung von Modi, neuen Modulationsformen und harmonischer und rhythmischer Innovation zu erlangen Unter dem Einfluß seines Lehrers, Edgar Varese, nutzte er auch die verschiedenen Möglichkeiten der Musikinstrumente. Das vorliegende Werk stammt aus der Zeit zwischen 1965 und 1970, als Jolivet Kompositionslehrer am Pariser Konservatorium war. Es besteht aus fünf kontrastierenden Sätzen, denen in der Partitur jeweils ein Zitat aus Gedichten von Max-Pol Fouchet (1913—80) (I, II und V), des algerisch-französischen Schriftstellers und Dichters, der eng mit Albert Camus befreundet war, Pierre Teilhard de Chardin (III) und Papyrus Insinger (IV) folgt. Die Zitate lauten:
I "Pour que demeure le secret/Nous tairons jusqu'au silence" (Max-Pol Fouchet)
(So dass das Geheimnis bleibt, schweigen wir sogar die Stille)
II "Tu surgis dc l'absence..." (Max-Pol Fouchet)
(Du entspringst der Abwesenheit ... )
III "Matière, triple abîme des étoiles, des atomes et des generations' (Pierre Teilhard de Chardin)
(Materie, dreifacher Abgrund der Sterne, der Atome und der Generationen)
IV "Le dieu a créé les rêves pour indiquer la route au dormeur dont les yeux sont dans l'obscurité" (Papyrus Insinger)
(Gott hat die Träume geschaffen, um dem Schlafenden den Weg zu zeigen, dessen Augen in der Dunkelheit sind)
V "0 femme qui ne sais que tu portais en toi la monde" (V) (Max-Pol Fouchet)
(Oh Frau, die nicht weißt, dass Du die Welt in Dir trugst)


André Jolivet, geboren am 8. August 1905 in Paris, wuchs in einer künstlerisch ambitionierten Familie auf. Seine Musikausbildung begann mit Klavierunterricht bei seiner Mutter, dem sich im Alter von 14 Jahren Cellostunden bei Louis Feuillard anschlossen. Jolivet, der schon 13jährig zu komponieren begann, beschäftigte sich zudem mit anderen künstlerischen Ausdrucksbereichen wie Theater, Dichtung und Malerei. Auf Wunsch seiner Eltern begann der 15jährige eine Lehrerausbildung an der École Normale und unterrichtete (nur unterbrochen durch seine Einberufung zum Militär) von 1927 bis in die frühen 40er-Jahre in verschiedenen Pariser Schulen. Nebenher setzte er seine musikalische Ausbildung fort und studierte 1928-33 bei dem Chordirigenten Paul Le Flem Kontrapunkt, Formen- und Harmonielehre.

Beeindruckt von drei Konzerten anläßlich Amold Schönbergs Besuch in Paris 1927, die Jolivet in ersten Kontakt mit atonaler Musik brachten, und der Begegnung mit Musik von Edgard Varèse im Jahre 1929, insbesondere mit dessen Werk "Amériques", beschäftigte sich Jolivet verstärkt mit moderner Musik. Daher sandte der mit Varèse befreundete Le Flem Jolivet 1930 mit einer Empfehlung zu dem Komponisten, der sich in Paris aufhielt. In den drei Jahren seines Unterrichts führte Varèse Jolivet in die Technik seiner musikalischen Sprache ein und machte ihn mit Musik von Bartók und der 2. Wiener Schule vertraut. - 1933 heirateten Jolivet und Hilda Gigue.

Zwei Jahre später bildete Jolivet mit den Komponisten Daniel Lesur und Olivier Messiaen die Gruppe "La Spirale" mit der Zielsetzung, die zeitgenössische französische Kammermusik zu fördern und den Informationsaustausch mit Komponisten außerhalb Frankreichs zu verbessern. Kurz darauf schloß sich Yves Baudrier der Formation an, welche die von Hector Berlioz stammende Prägung "La Jeune France" als Bezeichnung der Gruppe annahm. Mit der erweiterten Zielsetzung, sich die Angelegenheit der modernen französischen Musik überhaupt zu eigen zu machen und die mehr auf den menschlichen Ausdruck bezogenen ästhetischen Programme zu unterstützen, die in ihren Augen nach dem 1. Weltkrieg vernachlässigt worden waren, setzte sich die Gruppe besonders von neoklassizistischen Tendenzen ab.

Nachdem er seinen Beruf als Lehrer in den frühen 40er-Jahren aufgegeben und den Lebensunterhalt für seine Familie kurzzeitig durch Stipendien finanziert hatte, wirkte er auf Empfehlung des Schriftstellers Georges Duhamel von 1943 an als Dirigent und 1945-59 als musikalischer Leiter der Comédie Française. Anschließend war er bis 1962 künstlerischer Berater der Direction Générale des Arts et des Lettres, gründete 1959 das Centre Français d'Humanisme Musical in Aix-en-Provence, war 1962/63-1968 Präsident der Concerts Lamoureux und leitete 1966-70 eine Kompositionsklasse am Pariser Conservatoire. Jolivet erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, war Commandeur de la Légion d'Honneur und Officier des Arts et des Lettres. Er starb am 20. Dezember 1974 in Paris.

 

   

KARSAMSTAG, 19.4.2003
IM PAVILLON, 18.30 UHR
VIKTOR KOPATCHINSKI (MOLDAWIEN), CYMBAL
JOHN CAGE

Viktor Kopatchinski, Cymbal
Geb. in Moldawien. Studium am Konservatorium der Hauptstadt Chisinäu. Ehem. Mitglied des Volksmusikensembles ‚Flueras‘ der Moldaw. Philharmonie.
Zahlreiche Konzerte als Solist mit verschiedenen Kammer- u. Symphonieorchestern. Aufnahmen für Radio, Fernsehen und Kinofilme.
Gastspiele in vielen Ländern Europas, Asiens, Lateinamerikas und Nordafrikas.
Auf Grund ungünstiger politischer Aussagen wurden ihm über 10 Jahre die Auslandstourneen verweigert. Er flüchtete 1989 nach Österreich.
In Wien Auftritte bei ‚Wien Modern‘, im Musikvereinsaal, im Theater an der Wien, im Salzburger Landestheater, unter Dirigenten wie Russel Davies, Ulf Schirmer, u.a. mit dem Mozarteumorchester sowie unter G. Solti mit den Wiener Philharmonikern (‚Hary Janos Suite‘ – Kodaly).
Solokonzerte mit Werken von Albeniz, Tarrega, Liszt, Rachmaninov, Debussy, Cage, Kurtag.

 

 

SOMMERFRISCHE
2003
 
SONNTAG, 13. JULI 2003, ab 18 UHR
ANDREH SERKOW AKKORDEON
MICHAIL DRANKEWITSCH
KLARINETTE



Beide stammen aus der Ukraine; sie spielen Musik aus ihrer Heimat, aus Rumänien, Moldawien, Klezmermusik, und - wie bei uns üblich – gewürzt mit sogenannter E-Musik.
Hier haben viele von uns A. Serkow bereits heuer zu Ostern erleben können.

 
unlimited XVII
 

SAMSTAG, 8. NOVEMBER 2003, ab 14 UHR
music & politics barry guy & maya homburger "inachis io"

www.musicunlimited.at

 


maya homburger


barry guy

 

SONNTAG, 9. NOVEMBER 2003, ab 14 UHR
music, noise & politics, speech: dror feiler

www.musicunlimited.at

 


dror feiler