konzerte
 

DEZEMBER
2010


MONTAG, 20. 12. 2010
Marienkirche, 18:30 UHR

MICHAELA DEINHAMMER, ORGEL
J. S. BACH, SCHÜBLER CHORÄLE



Michaela Deinhamer
geboren in Wels (Oberösterreich); Absolventin des Musikgymnasiums Linz, Klavierstudium am Brucknerkonservatorium Linz bei Prof. Hugo Rabitsch. IGP und Konzertfachstudium Orgel, zunächst in der Klasse Prof. Erich Posch und anschließend bei Mag. Brett Leighton an der Bruckner Uni Linz und Cembalostudium bei August Humer. Anschließend Konzertfachstudium an der Universität für Musik in Wien bei Prof. Michael Radulescu. 2001 Sponsion zur „Magistra artium“.
Sie belegte Meisterkurse bei Daniel Roth, Andrea Marcon, L.F. Tagliavini, Hans Fagius, J.C. Zehnder, L. Ghielmi, H. Vogel, Bernhard Haas, L. Robilliard, Ben van Osten, Barbara Kraus, Herbert Wiedemann etc.
Michaela Deinhamer ist Organistin und Chorleiterin in Eferding und unterrichtet Orgel, Klavier und Korrepetition im OÖ Landesmusikschulwerk.
Rege Konzerttätigkeit als Solistin, Kammermusikerin und Mitglied verschiedener Ensembles wie z. Bsp. Ensemble classico, Ensemble sonare, Duo 4070 etc.
Auftritte in Konzertreihen wie Innviertler Orgelreise, Klangfarben Linz, Wiener Orgelkonzerte, Kultursommer Bad Schallerbach, Domkonzerte Linz und Innsbruck sowie Konzerte in Deutschland, in der Schweiz, Italien und Siebenbürgen.

NOVEMBER
2010


DIENSTAG, 2. 11. 2010
imPavillon, 18:30 UHR

SABINE LUTZENBERGER, SOPRAN
HILDEGARD VON BINGEN (1098 – 1179)



Sabine Lutzenberger
Die Augsburgerin Sabine Lutzenberger - eine der Pionierinnen des mittelalterlichen Gesangs und seit nunmehr über zwanzig Jahren eine der herausragenden Sängerinnen auf diesem Gebiet - war langjähriges und prägendes Mitglied des „ensemble für frühe musik augsburg“ sowie des italienischen Ensembles „Mala Punica“, singt aber auch in Gruppen, wie dem Huelgas Ensemble, Millenarium oder - in der zeitgenössischen Musik: - dem Klangforum Wien. Wichtige Impulse für ihr künstlerisches Schaffen erhielt sie zuerst während ihres Studiums an der Schola Cantorum in Basel, wurde und wird aber auch durch die Zusammenarbeit mit Musikern wie Pedro Memelsdorff oder Paul Van Nevel entscheidend geprägt. Ihr Repertoire umfasst neben dem schlichten Gesang des Mittelalters und der Renaissance auch Barockmusik. Ein weiterer besonderer Schwerpunkt sind Avantgarde-Gesang, Improvisation und Stimmexperimente. So war sie als Interpretin zeitgenössischer Musik etwa 2006 beim Festival „4020“ Linz und „Wien modern“ (zugleich auch ihr Debut im Wiener Konzerthaus) mit einer Komposition von Bernhard Lang zu hören. 2007 entstand die Komposition „Die Sterne des Hungers“ für Mezzosopran und Orchester von Bernhard Lang, die Sabine mit dem Klangforum Wien unter Leitung von Enno Poppe im Kunstfest „pèlegrinages“ in Weimar, Wien und Venedig aufführte. Weitere Konzerte mit dem Klangforum Wien folgten in Lissabon und Porto unter dem Chefdirigenten des SWR Sinfonieorchesters, Sylvain Cambreling. Zahlreiche CDs dokumentieren Sabine Lutzenbergers herausragende Qualitäten als Sängerin. Ihre jüngste Veröffentlichung „tempus transit“ mit Musik aus der Carmina Burana erhielt in Paris den begehrten Schallplattenpreis Diaposon d´Or. Sie ist regelmäßig zu Gast auf internationalen Festivals für Alte und zeitgenössische Musik (Laus Polyphoniae Antwerpen, Festival Oude Muziek Utrecht, Festival de Saintes...). 2005 gründete sie das Ensemble PER-SONAT, welches auf Musik des Mittelalters spezialisiert ist, und in verschiedenen Besetzungen international konzertiert. Im Herbst 2007 erschien bei Christophorus die erste CD des Ensembles, auf der Sabine Lutzenberger zusammen mit Norbert Rodenkirchen (mittelalterliche Traversflöten und Harfe) den "Taugenhort" des Heinrich von Meissen interpretiert.

über Sabine Lutzenberger:
Sabine Lutzenberger gehört mit ihrer klaren, wunderbar gerade geführten, aber dennoch sehr weichen, bruchlosen und damit auch in der Tiefe noch tragfähigen Stimme und ihrer geradezu schlafwandlerischen Intonationssicherheit zu den wenigen (Mezzo-) Sopranistinnen, die sich neben den bekannten Werken der Literatur auch mit Hingabe der Improvisation widmen - worin sie sich sowohl im Bereich der mittelalterlichen, als auch im Bereich der zeitgenössischen Musik über lange Jahre hinweg geübt und perfektioniert hat. Dabei legt sie in ihre Interpretationen eine seltene Wärme und Emotionalität, singt mit sehr natürlicher Ausstrahlung, unter Verzicht auf jegliche Manieriertheit in Interpretation und Auftreten, und wirkt damit auf ihre Hörer ganz unmittelbar ansprechend.

MITTWOCH, 3. 11. 2010
imPavillon, 19:00 UHR

GINA MATIELLO, STIMMPERFORMERIN
GEORGES APERGHIS (1945)
aus Récitations



Gina Mattiello
Seit 1999 tritt sie als Performerin in experimentellen Theaterproduktionen auf. Im Zentrum ihres Interesses stehen die Aufführung von zeitgenössischen Texten sowie die Text- und Sprachbehandlung von verschiedenen ausnotierten und improvisierten Musikrichtungen. Zusammenarbeit mit der Komponistin Marianna Tscharkwiani, Pia Palme, der Lyrikerin und Komponistin Sophie Reyer, der Soundinstallatorin und Autorin Lale Rodgarkia-Dara und den Komponisten Bernhard Lang und Jorge Sánchez-Chiong. Unter der Regie von Armin Anders hat Gina Mattiello als Performerin von Theater- Environments gearbeitet, die aus den klassischen Theaterformen ausbrechen und verschiedenartige Formen der Körper-, Raum- und Textbehandlung erforschen, jenseits der linearen Narration und in Einbeziehung von Elementen der Popkultur und Installationskunst. Realisiert wurden sie von Inuit Productions, CoExAb und
m_productions. Von 2001 bis 2003 spielte sie in der Experimentellen Tanz-Theatergruppe Carpa unter der Leitung des mexikanischen Regisseurs Miguel Ángel Gaspar. Als Schauspielerin war sie im österr. Spielfilm „zwei Frauen" von Ludwig Wüst zu sehen (diagonale, Kino 2007). In Zusammenarbeit mit der Komponistin Marianna Tscharkwiani entstanden die Stücke asphixia in memoriam Anna Politkowskaja (Uraufführung 2007 im KosmosTheater und im MAK Gegenwartskunstdepot/, Wiederaufführung 2008) sowie fosziliation (Uraufführung 2008 im KosmosTheater, Wiederaufführungen 2009 Radowan Halle & Alte Schmiede). Als Schauspielerin war sie u.a. im dietheater Konzerthaus, Radio Kulturhaus, Theaterbrett, KosmosTheater, TTZ Graz, Provinztheater Vorarlberg, Künstlerhaus, Porgy & Bess zu sehen. 2009 bestritt sie mit der Gruppe faimme (gegründet mit Sophie Reyer) den Finalistenwettbewerb der Theater-Newcomer in der Drachengasse. Gemeinsam mit der Komponistin Pia Palme gründete Gina Mattiello das e_may Festivals für neue und elektronische Musik (e_may 07 & e_may 08 Kosmostheater Wien, e_may 09 Neuer Saal Konzerthaus Wien). Als Performerin und Schauspielerin tritt sie in Festivals auf u.a Wien Modern, steirischer Herbst, Feldkirch Festival 2009, Wiener Festwochen 2009, generator/Wiener Konzerthaus u.a. mit dem NewTonEnsemble Wien und dem quartett22. 2010 wird sie als Schauspielerin in der Produktion SCHNEEWITTCHENPSYCHOSE von Sophie Reyer im Dschungel Theater für Junges Publikum auftreten.

DONNERSTAG, 4. 11. 2010
imPavillon, 19:00 UHR

EVA HERNDLER, VIOLINE
CHRISTOPH HERNDLER (1964)
ABSCHREIBEN, 2005



Eva Herndler,
geboren in Oberösterreich. Violinunterricht bei Albert Fischer am Brucknerkonservatorium Linz. Konzertfachstudium an der Wiener Musikuniversität bei Michael Schnitzler und Ernst Kovacic. Konzerte im In- und Ausland mit dem ORF-RSO Wien, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, dem Wiener Johann-Strauss-Orchester, der Wiener Kammerphilharmonie, den Vienna Classical Players, dem Wiener Klassik Quartett, dem Ensemble symphoid, dem Ensemble Wiener Collage, der Neuen Oper Wien, dem Ensemble EIS ... .
Eva Herndler lebt als freischaffende Musikerin in Wien.



im Rahmen von
MUSIC UNLIMITED
NO SUGAR


SAMSTAG, 6. 11. 2010
imPavillon, 14:00 UHR

GEORGE CREMASCHI, CB, ELECTR.
LIZ ALBEE, TP, ELECTR.
AUDREY CHEN, CELLO, ELECTR., VOC.



www.musicunlimited.at


„no sugar“
treten im herbst 2010 erstmals als trio auf europas bühnen in erscheinung. george cremaschi, der inzwischen im tschechischen tabor beheimatete kontrabassist aus der bay area, die trompeterin liz albee mit hang zur elektronik, treffen nun auf die cellistin audrey chen. keine angst zu flüstern, nur gelegentlich zögerliches schreien und dabei immer intensiver werdend, dies ist die musik von no sugar von viel mehr als nur vier himmelsrichtungen kommend: trompete, analoge elektronik und kontrabass schaffen intime „post“(-von allem-)strukturen aus teilen freier improvisation, klassisch gebauter elektronischer musik, aus volksliedern und schlichtem lärm und geräusch. compact-improvisationen, die ihr doppelleben als kompositionen offenbaren, erzählungen in einer fremden sprache, die jeder zu kennen glaubt. liz allbee ist ein musikerin, deren arbeit viele genres umfasst: neue musik, improvisation, elektronische komposition, asian folk und pop, noise, minimal, free jazz oder experimenteller rock, kaum etwas scheint ihr fremd. sie hat mit einer vielzahl von musikern zu tun, darunter anthony braxton, leo smith, cecil taylor, rova, birgit uhler und gino robair. allbee’s hauptinstrument ist die trompete. sie spielt auch muscheln, bedient elektronik und singt manches mal. sie lebt in oakland, canada. george cremaschi wurde in new york city geboren und studierte musik und komposition. zur zeit lebt er im benachbarten tábor, tschechien, wo er auch als kurator von cesta – einem internationalen arts residency center – arbeitet. er hat mit zahlreichen internationalen künstlerinnen zusammengearbeit, u.a. mit greg goodman, saadet türköz, evan parker, nicolas collins und andrea parkins, to name just a few. audrey chen ist eine chinesisch-amerikanische cellistin. nach jahren der klassischen ausbildung und einer daraus resultierenden spezialisierung in alter und neuer musik schlägt chen nun mit dem cello, der stimme und analoger elektronik ihre eigenen töne des musikerzählens an. ihr spiel erkundet die kombination und überlagerung von hausgemachten analogen synthesizern, zubereitet mit traditonellen und erweiterten techniken von stimme und cello. audrey chen ist an vielen verschiedenen kollaborationen beteiligt, u.a. mit und von phill niblock, michael zerang, aki onda, elliott sharp, susan alcorn, phil minton, nate wooley, miya masaoka und le quan ninh.



7nach7

SIZILIANISCHE LIEDER

SONNTAG, 29. 8. 2010
imPavillon, 19:07 UHR
60' und Verabschiedung des Sommers

IRENE COTICCHIOL, GESANG
KARIM OTHMAN-HASSAN, OUD, KEMANJE
DANIEL ZDRAHAL SERRANOL, GUITARRE



Die in Wien lebende Sizilianerin Irene Coticchio setzt sich seit Jahren mit traditioneller sizilianischer Musik auseinander. Aus der Zusammenarbeit mit Karim Othman-Hassan und Daniel Zdrahal Serrano ist eine einzigartige musikalische Form entstanden, in der das Trio auf die orientalischen Wurzeln der sizilianischen Musik zurückgreift, aber darüber hinaus ganz neue Interpretationen entwickelt. Arbeiter-, Liebes- und Wiegenlieder in ihrer extremen Unmittelbarkeit und Dringlichkeit, abseits von Folklore und Klischee.
Mehr als zwei Jahrhunderte arabischer Herrschaft hätten nicht nur in der Musik Siziliens Spuren hinterlassen, sondern auch in der Lebensweise: die Kunst der Gelassenheit und den Genuss ruhiger Stunden, aber auch eine Art von Fatalismus und eine Philosophie des Nicht-Agierens, sagt Coticchio.






Irene Coticchio ist 1969 in Sizilien geboren. Nach ihrem Literaturwissenschafts- und Fremdsprachenstudium in Palermo lebte sie in London, wo sie eine Schauspielausbildung bei Philippe Gaulier absolvierte. Als Performerin arbeitete sie in verschiedenen internationalen Produktionen. Seit 1996 lebt sie in Wien, wo sie u.a. mit Miki Malör, Georg Blaschke, Bilderwerfer und Konnex zusammenarbeitete.
Seit 2001 ist Irene Coticchio Mitglied der Performance-Gruppe Toxic Dreams. Irene Coticchio studierte bei verschiedenen international anerkannten Sängern und experimentierte mit unterschiedlichen Gesangsrichtungen. Seit einigen Jahren hat sie - “aus der Ferne”- die traditionelle sizilianische Musik für sich wiederentdeckt. Seitdem hat sie sich der Recherchearbeit über alte, noch nicht verloren gegangene Lieder, und den Möglichkeiten ihrer Neuinterpretation gewidmet.




Karim Othman Hassan wurde 1969 geboren. Trotz musikalischer Prägungen durch europäische Klassik und alte Musik, reizte es den in Österreich aufgewachsenen Musiker irakischer Herkunft schon früh, sich mit den Formen und Ausformungen orientalischer Kunstmusik zu beschäftigen. Bis heute bleibt die große Leidenschaft für diese Musik und ihre Musikinstrumente, allem voran die Beschäftigung mit der Kurzhalslaute Oud, die dominierendste Seite des in Salzburg und Freiburg beheimateten Instrumentalisten. Seine internationale Bühnenpräsenz wird allerdings, mit nur wenigen Ausnahmen, durch Jazz Projekte bestimmt, die ihm auch den SWRWeltmusikpreis einbrachten. So spielte Othman Hassan im Chris Jarrett Trio, Ensemble Sukun, Omri Hason Quartett und in seinem eigenen Ensemble Kashu, um nur einige zu nennen.




Daniel Zdrahal Serrano ist 1983 in Wien geboren. Er hat Spanische und Tschechische Wurzeln, und begann mit der Musik bzw. mit der Flamencogitarre erst mit 17 Jahren. Er nahm anfangst Privatunterricht in Wien, und in den letzten drei Jahren studierte er bei Manuel Granados in Barcelona. Jetzt widmet er sich ganz seiner Eigenkompositionen, unter anderem mit seiner Gruppe, und dem Unterrichten.




KAUM KONZERTANTE KONZENTRATE
LESUNG


DIENSTAG, 22. 6. 2010
imPavillon, 19 UHR
CHRISTIAN STEINBACHER
liest seinen Siegertext des diesjährigen Literaturwettbewerbes Wartholz:
"Kaum konzertante Konzentrate (nicht mal ein Weiterreichspiel, kaum Gewicht)"


© Otto Saxinger

„Kaum konzertante Konzentrate (nicht mal ein Weiterreichspiel, kaum Gewicht)“
Mit diesem von der Jury als „Langgedicht“ bezeichneten Text hat sich der Linzer Autor Christian Steinbacher beim diesjährigen Literaturwettbewerb Wartholz gegen 10 Prosatexte durchsetzen können.
Der Text besteht aus 365 Zellen, deren Ablauf eine Art fortschreitender Kohäsion ergibt und auch Musikinteressierten eine feine, erquickliche Begegnung sein kann, sodass sich der Vortrag des Textes bestens in unsere Veranstaltungsreihe integrieren lässt.
Steinbacher trägt erstmalig in Oberösterreich seinen Wartholzer Siegertext vor. In der Jurybegründung zum Preis heißt es: "Bei aller Strenge der Komposition bekommt der Leser durch Steinbachers Text ein Verständnis für die Freiheit des literarischen Sprechens."
Christian Steinbacher, geboren 1960 in Ried im Innkreis, lebt seit 1984 als Schriftsteller, Kurator und Herausgeber in Linz. Er betreut die Agenda der Literatur innerhalb der Künstlervereinigung MAERZ und das Festival „Für die Beweglichkeit“. Mehrmals arbeitete er auch mit Kunstschaffenden anderer Sparten zusammen, so etwa mit dem Komponisten Christoph Herndler. Buchpublikationen erschienen seit 1988, zuletzt im Haymonverlag („Zwirbeln, was es hält. Gedichte“, 1996) und in der Edition Thanhäuser. („Kaum konzertante Konzentrate“ findet sich abgedruckt in der heuer im Residenz Verlag erschienenen Anthologie zum Wartholzer Literaturpreis „Wartholz III“.)




MUSIK VOR OSTERN
2010


MITTWOCH, 31. 3. 2010
MARIENKIRCHE, 18.30 UHR
CHRISTOPH HERNDLER, ORGEL / KOMPOSITION
VARIATIONS SÉRIEUSES VARIATION, 2009 (UA)
nach Felix Mendelssohn Bartholdy's op. 54

 
www.herndler.net


CHRISTOPH HERNDLER
geb. 1964, lebt in Gaspoltshofen. Er studierte Orgel, Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Elektroakustik in Wien und in den USA. 1997 gründete er das Ensemble EIS.
2003 Landeskulturpreis OÖ, 2007 Anton Bruckner Stipendium, 2008 Publicity Preis der SKE.
Zu seinen Arbeiten zählen grafische Notationsformen, die sich auch durch außermusikalische Medien realisieren lassen, aber auch Notationsobjekte, Klanginstallationen und Videoarbeiten.



GRÜNDONNERSTAG, 1. 4. 2010
imPavillon 18.30 UHR
ROBERT OBERAIGNER, KLARINETTE

 


ROBERT OBERAIGNER
wurde in Hall in Tirol geboren und begann im Alter von 10 Jahren Klarinette zu spielen. Mit 14 Jahren begann er ein Studium am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck bei Prof. Max Bauer. 1996 und 1997 gewann er zweimal den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sowohl als Kammermusiker als auch als Solist. Bereits mit 16 Jahren wechselte er in die Konzertfachklasse von Prof. Horst Hajek an der Wiener Musikhochschule. Weiters studierte er bei Prof. Johann Hindler an der Wiener Musikhochschule und später bei Sabine Meyer in Lübeck. Seit 1997 substituierte Robert Oberaigner im Orchester der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern, unter Dirigenten wie Z.Mehta, V.Gergiev, S.Ozawa und anderen. Als 1. Klarinettist war er seitdem im Wiener Kammerorchester und im „Ensemble 20. Jahrhundert“ Wien tätig 1998 gewann er den „Musica juventutis“- Preis der Wiener Konzerthausgesellschaft, woraufhin er bereits mit 19 Jahren sein Debüt im Wiener Konzerthaus gab, welches auf Radio Ö1 übertragen wurde. Seit 1999 spielt er bei Camerata Academica Salzburg unter ihren Chefdirigenten Sir Roger Norrington und Leonidas Kavakos. Mit diesem Orchester unternahm er Konzertreisen in ganz Europa und Nordamerika und spielte bei Festivals wie den BBC Proms, den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival u.a. Seit Dezember 2003 ist er Solo Klarinettist des Gürzenich Orchesters Köln mit dem er mehrfach als Solist in Erscheinung trat. Als Solo Klarinettist war er u.a. Gast bei den Berliner Philharmonikern, Münchner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Super World Orchestra Japan u.a.



KARFREITAG, 2. 4. 2010
imPavillon, 18.30 UHR
RENALD DEPPE, SAXOPHONE / KLARINETTE

 


RENALD DEPPE
Geboren 1955 in Bochum/BRD. Lebt und arbeitet in Wien.
Musikstudium an der Folkwang Hochschule Essen/BRD.
Weitere Ausbildung an der Universität für Musik und dastellende Kunst, Wien.
Saxophonist & Klarinettist
Konzerttätigkeit: Solo- und Ensemblearbeit in den Bereichen der klassischen, zeitgenössischen und improvisierten Musik.
Komponist.
Arbeitsschwerpunkte: Kammermusik / Musiktheater.
Graphische Notationsarbeiten / Interdisziplinäre Projektgestaltungen / Installationen.
Gründer und künstlerischer Leiter :
der monatlich stattfindenden KULTURSPEKTAKEL in der Stadtinitiative Wien
(bis 1997),
der 1991 entstandenen GRABEN-FEST-TAGE der ÖBV, Wien –
gemeinsam mit Dr. Johann Hauf (bis 1998),
des 1994 ins Leben gerufenen JAZZ-CLUBS „ PORGY & BESS “, Wien –
gemeinsam mit Christoph Huber und mathias ruegg (bis 1998),
des 2001 enstandenen Festivals 4020. mehr als musik,
in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Linz, Dr. Peter Leisch (bis 2003),
der 1992 formierten CAPELLA CON DUREZZA,
der seit 2002 musizierenden Notgemeinschaft: WACHAUER PESTBLÄSER.
(Zusammenarbeit mit Gert Jonke, Elfriede Gerstl, Bodo Hell, Evelyn Schlag, Andreas Okopenko, Friederike Mayröcker... u.a.)
1997/98 musikalischer Leiter im Festspielhaus St. Pölten.
Seit 1998 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
und an der AntonBrucknerUniversität Linz.
Seit 1999 Mitherausgeber der oberösterreichischen Kunstzeitschrift KURSIV.
2005 Artist In Residenz: „ festival 21“ / Wien.
2006 Artist in Residenz: „musik Aktuell - neue musik in NÖ“.
2006 Grosser Preis der Stadt Wien für Musik.
Zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals (Saalfelden, Salzburg, Berlin, Moskau, Krakau, Budapest, Rom, St. Petersburg, Basel, Eriwan, Toronto, Helsinki, Bratislava... usw.)



KARSAMSTAG, 3. 4. 2010
imPavillon, 18.30 UHR
NOLWENN BARGIN, PICCOLOFLÖTE

 


NOLWENN BARGIN
1983 in Frankreich geboren.
Mit 8 Jahren bekam sie den ersten Flötenunterricht. 1994 begann sie ihr Querflötenstudium am „Conservatoire-Supérieur-CNR-de Paris“ mit Sophie Cherrier. 2001 führte sie ihr Studium mit Claude Lefebvre am «Conservatoire de la ville de Paris» weiter. 2002 schloss sie ihr Studium mit einem „1er Prix à l’unanimité“. Parallel absolvierte sie ihr Piccolostudium am „CNR de Paris“ bei Pierre Dumail mit einem „1er Prix “. 2001 bekam sie den 1.Ehrenpreis des Internationalen Piccolowettbewerbs Ufam in Paris.
Seit 2003 studierte sie bei Prof. Jean-Claude Gérard an der Musikhochschule Stuttgart. Dieses Studium schloss sie 2007 mit Auszeichnung ab. Seit 2007 studiert sie in der Solistenklasse von Prof. Davide Formisano fort. In November 2009 spielte sie das Piccolo-Konzert von Lowell Liebermann mit dem Hochschulorchester in Stuttgart und Ochsenhausen.
Im Sommer 2003 spielte sie im „Festivalensemble-Internationale-Bachakademie“- Stuttgart unter dem Dirigat von Herbert Rilling. 2004 war sie Mitglied des „Schleswig-Holstein-Musik-Festival“ Orchesters wo sie als Soloflötistin unter Christoph Eschenbach und Valery Gergiev spielte. Ihre Orchesterlaufbahn begann sie bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, bevor sie vom Gürzenich-Orchester Köln eingeladen wurde. Für die Saison 2006-2007 spielte sie als Gast im „Teatro alla Scala“ in Mailand unter Dirigenten wie Pierre Boulez, Myung-Whun Chung, Ricardo Chailly oder Gustavo Dudamel. In 2007 wurde sie vom Orchestre Philharmonique de Strasbourg eingeladen und übernahm in 2008 die Vertretung für die Stelle 2te Flöte-Piccolo. Seit 2007 wird sie regelmäßig von den Berliner Philharmoniker als Aushilfe für Konzerte des Orchesters eingeladen. Sie spielte unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Bernhard Haitink oder Mariss Jansons Seit October 2008 ist sie Piccolo, Stellvertretende Solo Flöte im Orchester des Musikkollegium Winterthur in der Schweiz. Kammermusikalische Verpflichtungen führten sie nach Frankreich, Österreich, Italien und Deutschland, wobei sie am liebsten mit Klavier und Harfe zusammenarbeitet.

KURZ-KONZERTE
7nach7


SONNTAG, 28. 2. 2010
IM PAVILLON, 19.07 UHR
JOHANNES DICKBAUER, VIOLINE
GEORG FRIEDRICH HAAS,
DE TERRAE FINE (2001)

 
www.johannesdickbauer.com


Johannes Dickbauer findet sein musikalisches Schaffen sowohl als Solist,
Kammermusiker, Quartett – Partner und Jazz Musiker. Er ist Preisträger beim
internationalen Wettweberb „Concours International De Violon Sion“ in der Schweiz,
bei dem er auch den Publikumspreis gewann, sowie beim Wettbewerb „Musica
Juventutis“ in Wien, der ihm sein Debut im Wiener Konzerthaus ermöglichte.
Sein Studium absolvierte Johannes Dickbauer bei Benjamin Schmid am Mozarteum in
Salzburg und Gerhard Schulz an der Musikuniversität in Wien. Als 18-jähriger wurde er
am renommierten „Curtis Institute of Music“ in Philadelphia aufgenommen, wo er
fünf Jahre mit Pamela Frank studierte und mit dem Abschluß „Bachelor of Music“
graduierte.
Als Solist konzertiert Johannes Dickbauer regelmäßig mit verschiedenen Orchestern.
Gerade im Herbst letzten Jahres trat er unter der Leitung von Claudius Traunfellner
mit der Wiener Kammerphilharmonie im Wiener Konzerthaus auf, wo ihn die „Presse“
als „heimlicher Höhepunkt des Abends“ darstellte. Andere nennenswerte Auftritte
erfolgten mit dem Dohnanyi Orchester Budafolk unter Maestro Shlomo Mintz und
dem Wiener Kammerorchester, wo er die Ehre hatte mit der Geigenlegende Sir
Yehudi Menuhin zu arbeiten.
Seit November 2006 spielt Johannes Dickbauer im Radio String Quartet, welches in
nur kürzester Zeit einen fulminanten Aufstieg in die europäische Jazz-Szene gemacht
hat. Beim ersten Konzert im November 2006 am Jazzfestival in Berlin wurde das
Quartett vom Münchner Plattenlabel ACT entdeckt, woraufhin schon 6 Monate
später die CD „Celebrating the Mahavishnu Orchestra“ erschien. Die CD wurde
ausgezeichnet mit dem „Preis der deutschen Schallplatten Kritik“ sowie mit dem
„Pasticciopreis“ von Ö1. Dieser Erfolg bringt seitdem das Quartett quer durch Europa
zu den wichtigsten Jazz-Festivals.
Noch in Amerika war er Gründungsmitglied des Vertigo String Quartet, das
regelmäßiger Gast auf der Insel Ischia zum Festival von Lady Walton eingeladen ist.
Auch war das Quartett im sommer 2006 in New Mexico, USA, beim „Angel Fire
Festival“ eingeladen.
Das Vertigo String Quartet hat kürzlich den „Barrymore Award“ für eine
außergewöhnliche Kollaboration mit dem Arden Theater in Philadelphia erhalten. In
enger Zusammenarbeit mit den Schauspielern und dem Regisseur hat das Quartett
für Michael Hollingers Theaterproduktion „Opus“ die Musik eingespielt.
Im Mai 2006 gewann das Quartett den internationalen Wettbewerb „Duchi acqua
viva“ in Atri, Italien. Eine Tournee mit Konzerten in Italien und Österreich wurde dem
Quartett durch ein großzügiges Stipendium der „Sir Georg Solti Foundation“
ermöglicht.



georg friedrich haas