konzerte
 

MUSIK VOR OSTERN
2011


GRÜNDONNERSTAG, 21. 4. 2011
imPavillon, 18:30 UHR

JUDITH RAMERSTORFER, SOPRAN
ANDREJ SERKOW, AKKORDEON

ADA GENTILE, NOTTI DI GATTO
LUDMILLA SAMODAJEWA, NOLI ME TANGERE



Judith Ramerstorfer
1977 geboren; Musikgymnasium Linz (Matura 1996). Studium Klarinette und Sologesang am Brucknerkonservatorium Linz bei Prof. Gerald Kraxberger und Prof. Birgit Greiner. Studium in der Meisterklasse Ernesto Molinari (Klarinette) an der Hochschule für Musik und Theater in Biel/Bern (CH). Studium (Gesang) am Mozarteum Salzburg bei Prof. Ingrid Mayr-Janser. Diplom und Sponsion 2007.
Intensive Beschäftigung mit Alter und Neuer Musik u.a. durch Kurse bei K. Widmer, C. Mason, I. Gavrilovici, B. Bonney und Magreet Honig. Mitglied und Gast verschiedener Ensembles (u.a. Klangforum Wien, Dyas, Ensemble EIS, Duo 4070, Ensemble Sonare, bühne04 u.a.)
Zahlreiche Uraufführungen im Rahmen diverser Konzertreihen und Festivals wie Brucknerfest Linz, Wien Modern, Klangspuren Schwarz, Steirischer Herbst, Klangfluss, u.a.
Unterrichtstätigkeit im Oö. Landesmusikschulwerk (derzeit in Karenz: Sohn Lorenz!)

Andrej Serkow
1975 in Podbugskoje (Ukraine) geboren; Besuch der Musikfachschule in Kirovograd. Studium (Akkordeon) bei Viktor Wlassow in Odessa. Studium bei Prof. Alfred Melichar an der A. Bruckner Privatuniversit.t in Linz. 2004 Master of Arts; 2005 IGP Bachelor.
Erfolgreiche Auftritte als Solist und Kammermusiker u.a. mit dem Brucknerorchester Linz, dem österr. Ensemble für Neue Musik, mit Capella Condurezza und dem Duo Ost/West. Die
künstlerische Tätigkeit im Bereich des Theaters (Landestheater Linz, Theater Phoenix,
bühne04, Theatergruppe Arbos) weckte u.a. großes Interesse fü.r szenische Bü.hnenkonzepte.
Zahlreiche Uraufführungen und Auftragswerke, wie z. B. von Renald Deppe, Christoph Herndler, Wolfgang Mayer u. Ludmilla Samodajewa.
Engagements bei dem Festspielen in Bratislava, den Gmundner Festwochen, beim Linz Fest,
dem Festival 4020, u.a.


KARFREITAG, 22. 4. 2011
imPavillon, 18:30 UHR

MARCUS POUGET, VIOLONCELLO
J. S. BACH, SUITE C-DUR BWV 1009
HELMUT LACHENMANN, PRESSION



Marcus Pouget,
geboren 1966 in Linz
• Studium Violoncello bei Prof. W. Tachezi am Mozarteum in Salzburg
• Diplom mit Auszeichnung und Sonderpreis „Bernhard Paumgartner – Medaille“ der Internationalen Stiftung Mozarteum
• Postgraduale Studien mit W. Pleeth (London) und L. Mez. (Budapest)
• Solocellist des Mozarteumorchesters Salzburg
• Lehrauftrag an der Universität Mozarteum
• Dozent bei Probespielseminaren der ÖSTIG
• Gastdozent an der Anton-Bruckner-Universität Linz
• Cellist des österreichischen Ensembles für neue Musik (ÖENM)
• Mitglied des Mozarteum – Qartetts, Konzerte bei rennomierten Veranstaltern und Festivals in aller Welt – u.a. in der Wigmore Hall London, im Konzerthaus Wien, Sala Verdi Mailand, Tschaikowsky Konservatorium Moskau, Martinu Hall Prag, MoMa Tel Aviv, sowie Tourneen in Asien und Südamerika zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen (zuletzt bei OEHMS classic)
• Spielt das Violoncello „Ex Piatti“, „Ex Dunllop“ von Giovanni Grancino, Mailand 1706, aus der Sammlung der österreichischen Nationalbank

KARSAMSTAG, 23.4.2011
Marienkirche, 18:30 UHR

BERNHARD LANDAUER, COUNTERTENOR
GREGORIANIK ZUM KARSAMSTAG AUS DEM STIFT WILTEN


© Bryan Reinhart

Bernhard Landauer
Der Altist Bernhard Landauer ist gebürtiger Innsbrucker und lebt in Salzburg. Nach ersten Konzert- und Bühnenerfahrungen als Sopransolist der Wiltener Sängerknaben in Innsbruck studierte er an der Wiener Musikhochschule Gesang bei Helene Karusso und Kurt Equiluz.Weiteren Unterricht erhielt er bei Karl-Heinz Jarius in Frankfurt. Sein vielfältiges Repertoire reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwart und beinhaltet dabei für einen Countertenor ungewöhnliche Literatur wie Liederzyklen von Franz Schubert und Richard Strauss.
Als gefragter Interpret Zeitgenössischer Musik sang er Uraufführungen von Giorgio Battistelli, René Clemencic, Christof Dienz, Richard Dünser, Alfred Schnittke, Lin Wang, Simon Wills u.a.
Inszenierungen von Philippe Arlaud, Nicolas Brieger, Nick Broadhurst, Brigitte Fassbaender, Achim Freyer, Harry Kupfer und David Pountney führten ihn an die Berliner Staatsoper, zu den Bregenzer Festspielen, ans Essener Aalto-Theater, zu den Händel-Festspielen in Halle, zu den Innsbrucker Festwochen, an die Oper Frankfurt, zur Münchener Biennale, an die Opéra National Nancy, zu den Schwetzinger Festspielen sowie an die Wiener Staatsoper und Volksoper.
Mit großer Leidenschaft verkö.rperte er u.a. den Fjodor in Mussorgskys ‘Boris Godunow’, den Oberon in Brittens ‘Midsummer Night’s Dream’, den Tolomeo in Händels ‘Giulio Cesare’, die Sorceress in Purcells ‘Dido and Aeneas’ und den Teufel in Glanerts ‘Scherz, Satire, Ironie’.
Seine musikalischen Partner waren das Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman, Bertrand de Billy, Ren. Clemencic, Laurence Cummings, Diego Fasolis, das Freiburger Barockorchester, Thomas Hengelbrock, Ren. Jacobs, Konrad Junghänel, The King’s Consort, Bernhard Kontarsky, das Orchestra of the Age of Enlightenment und Mstislaw Rostropowitsch.
Von 1998 bis 2004 unterrichtete Bernhard Landauer an der Abteilung für Alte Musik des Konservatoriums der Stadt Wien, seit 2005 ist er Dozent bei den Austrian Masterclasses.


http://www.bernhard-landauer.at




7 NACH 7
2011


DONNERSTAG, 27. 10. 2011
imPavillon, 19:07 UHR

ANGELA FLAM liest aus "SCHWARZE KANISTER", 15'



„Schwarze Kanister“ betitelt Angela Flam ihre Erstveröffentlichung.
In kurzen Textfragmenten spürt sie den Schichten des Erinnerns nach.
Mithilfe einzelner Gedankensplitter treibt die Autorin ihr Rollenspiel.
Und versucht sich an möglichen (Schreib-)Identitäten. Friedrich Hahn



foto: herndler


Angela Flam, geb. 1968 in Wels, Studium des künstlerischen Ausdruckstanzes
und der Tanzpädagogik am Tanzstudio Erika Gangl in Linz (1995) und
Bewegungsanalytischer Pädagogik in Dornbirn (1997), Mitglied der
Künstlervereinigung MAERZ (2011), Veröffentlichungen in
Literaturzeitschriften (kursiv, Facetten, Rampe), Debüt 2009 "Schwarze
Kanister" im Verlag Bibliothek der Provinz




DIENSTAG, 22. 11. 2011
imPavillon, 19:07 UHR

VERRÜCKUNG
Eine literarisch-musikalische Annäherung an Christine Lavant

Das Selbst ist ein herrliches Geheimnis
hinter tausend einem Elend und niemals darstellbar ...
das wahrhaft Erlebte oder vielmehr die stückweisen Spiegelbilder davon
finden sich mehr oder weniger verzaubert-verdichtet in meinen Büchern.

AGNES HEGINGER, GESANG, STIMME
MARIA FRODL, VIOLONCELLO, SINGENDE SÄGE
MARTINA SPITZER, REZITATION


Foto: Markus C. Keller (von links nach rechts: Spitzer, Heginger, Frodl)


Christine Lavant (1915-1973), neuntes Kind einer Kärntner Bergarbeiterfamilie, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen und von Krankheit gezeichnet, zählt zu den bedeutendsten LyrikerInnen und ErzählerInnen der österreichischen Nachkriegsliteratur.
Verrückung ist eine Annäherung an das Leben der Autorin und widmet sich ihrer sprachgewaltigen Lyrik sowie der posthum erschienenen Erzählung Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus. In ungewöhnlicher Besetzung – Sprechstimme, Cello, singende Säge, Singstimme – werden die Rauschhaftigkeit ihres Schreibens, das Gefangen-Sein in den eigenen Befindlichkeiten, ihre tiefe innere Zerrissenheit, der wilde Drang, sich mit Worten zu befreien, zum Tönen gebracht.


Martina Spitzer geboren 1962 in Oberösterreich, lebt in Wien.
Theaterengagements (Auswahl):
Schauspielhaus Wien, Theater der Jugend Wien, Festspiele Reichenau, Garage-x, Landestheater Bregenz, Rabenhof, Kosmostheater, Dschungel Wien, Sommerspiele Melk, Ensembletheater, toxic dreams, Projekttheater Vorarlberg (u.a. „how much schatzi?“, ausgezeichnet mit dem Nestroypreis für die beste Off-Produktion 2006 ).
Film (Auswahl):
Tag und Nacht (Regie: Sabine Derflinger) Hurensohn (Regie: Michael Sturminger) Fortynine (Regie: Michal KosakowskiI Paradies (Regie: Ulrich Seidl, in Produktion)
Teilnahme an zahlreichen Theaterfestivals , u.a. in Berlin, Zürich, Bochum, Turin, Warschau, Dresden, Weimar, Vilnius, Sarajevo.
Musikalische Performances in Zusammenarbeit u.a mit den Musikern Christoph Chech, Bertl Mütter und Werner Raditschnig, sowie der Musikerin Agnes
Heginger.


Agnes Heginger geboren in Klagenfurt, aufgewachsen in Wien, bewegt sich mit der für sie mittlerweile typischen Leichtigkeit und Virtuosität in den unterschiedlichsten Genres.
Sei es als quirlige Soubrette in Roland Neuwirths Schrammeloperette „Und das bei uns!“, sei es als textdeutliches Sprachrohr und exakt akzentuierende Singstimme des Dada-Programms der Formation Pago Libre (die CD „platz DADA!“ erhielt 2009 den Preis der deutschen Schallplattenkritik), oder auch als stimmgewaltige Duopartnerin des Kontrabassisten Georg Brein- schmid, bei deren furiosem Programm „Jazz und Wahnsinn“, um nur einige Projekte Hegingers zu nennen.
Aktuell arbeitet Heginger mit dem Pianisten Paul Gulda (Friedrich Guldas „Gal- genlieder“, Mahler Lieder u.a.) und dem Akkordeonisten Krzysztof Dobrek (Dob- rek Bistro) zusammen. Darüber hinaus lehrt sie an der Jazzabteilung der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, und war als Gastdozentin an renommierten Insti- tutionen wie der Universität der Künste Berlin oder der Swiss Jazz School tätig.


Maria Frodl geboren in Graz, absolvierte die Studienrichtungen Konzertfach Violoncello und Instrumentalpädagogik an den Musikuniversitäten Wien und Graz, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung abschloss.
1995 Mag. art. und Würdigungspreis des BM für Wissenschaft, Forschung u. Kunst. Rege Orchestertätigkeit mit dem RSO Wien, der Wiener Kammerphilharmonie, dem Ersten Österr. Frauenkammerorchester u.a., seit 1995 Solocellistin der Vereinigten Bühnen Wien. Kammermusikalische Tätigkeit: Austrian Art Ensemble, Trio Con Anima, Cellivio, Triosphère, L'Ardeur u.a. sowie Mit- begründerin des „böszen salonorchesters“.
Seit 2006 intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik, Konzerttätigkeit mit dem Ensemble Reconsil u.a. bei „Wien modern“ sowie Kammermusikauftritte innerhalb der breit gefächerten Veranstaltungsreihe Ambitus.
Live acts und Studioproduktionen u.a. mit Carl Davis, Marie-Therèse Escribano, Franz Hautzinger, Monika Trotz, Ingrid Oberkanins, Ulli Soyka und Cordula Bösze, diverse Popmusikproduktionen.
Zahlreiche Konzertreisen in Europa, USA, Asien und Afrika, Rundfunk- und Fernsehauftritte sowie CD-Produktionen. Im Frühjahr 2006 Uraufführung und CD-Präsentation des Soloprogrammes „strokes“.
Special: Mizzi Sägewerk an der singenden Säge.


Agnes Heginger
Martina Spitzer
Maria Frodl




DIENSTAG, 29. 11. 2011
imPavillon, 19:07 UHR

JOHANN LEUTGEB, BARITON
PETRA STUMP, BASSKLARINETTE

CHRISTOPH HERNDLER, APALLISCHES SYNDROM, (UA)
für Vokalsolist und Bassklarinette
nach einem Text von ANGELA FLAM


Eine Kooperation mit
IGNM Oberösterreich



Petra Stump
studierte Klarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Bassklarinette am Conservatorium van Amsterdam.
Als Trägerin verschiedener Preise und Auszeichnungen – u.a. BA-CA Artist of the Year 2006, 1. Preis beim Chain Concours 2001, 2. Preis beim Concours Nicati 2011 - gilt ihre besondere Aufmerksamkeit nicht nur dem klassischen Repertoire, sondern auch der Neuen Musik. Uraufführungen und Widmungsträgerin zahlreicher Werke und Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten wie Pierluigi Billone, Chaya Czernowin, Beat Furrer, Bernhard Gander, Karlheinz Stockhausen u.a. Immer wieder haben Komponisten für Petra Stump und ihre Ensembles Werke komponiert, die die Klarinettenliteratur wohl auf Dauer bereichern werden.
Das Duo Stump-Linshalm hat mit der 2005 bei ein_klang records erschienenen CD born to be off-road Zwischenbilanz über die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten gezogen. Der Pasticciopreis von Radio Österreich 1 würdigt diese Arbeit. 2006 ist die zweite CD des Duos 1+1=1 mit Musik von Pierluigi Billone bei KAIROS erschienen. Im Dezember 2010 kam ihr neustes Projekt Short Cuts auf CD heraus.
Die Vermittlung zeitgenössischer und klassischer Musik an Kinder in Form von Konzerten und Workshops ergänzt den Schaffensbereich der Künstlerin.
Petra Stump & Heinz-Peter Linshalm sind Herausgeber der Klarinettenschule „CLARINET UPDATE - Neue Musik für junge Klarinettisten“ im Verlag Doblinger.

Johann Leutgeb
studierte Gesang an der Universität für Musik Wien bei Adelheid Schmid, sowie bei Herwig Reiter.
Sein Repertoire reicht von barocken und klassischen Opern und Oratorien bis zur klassischen Moderne und zu Neuer Musik. Auftritte u.a. beim Carinthischen Sommer, Wiener Festwochen, Ruhr Trienale, Steirischer Herbst, Schwetzinger Festspiele, Wien modern, Mozart Fest Würzburg, Schauspielhaus Wien, Donaufestival, Europäischen Wochen Passau, Hörgänge, Klangbogen, musik aktuell, Netzzeit, Neue Oper Wien, Festwochen Gmunden, Myzkir Musikdagar.
CD- und DVD-Produktionen u.a. mit Werken von A. Logothetis (ensemble i.m.p.u.l.s.e.) H. Zender (Klangforum) und B. Furrer (ensemble recherche).
Er ist Mitglied von Voces Spontane, einem Trio für freie Musik- und Bewegungsimprovisation.
Lehrauftrag an der Musikuniversität Wien für „Atem, Stimme, Bewegung“.



Angela Flam, geb. 1968 in Wels, Studium des künstlerischen Ausdruckstanzes und der Tanzpädagogik am Tanzstudio Erika Gangl in Linz (1995) und
Bewegungsanalytischer Pädagogik in Dornbirn (1997), Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ (2011), Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (kursiv, Facetten, Rampe), Debüt 2009 "Schwarze Kanister" im Verlag Bibliothek der Provinz

Christoph Herndler
Christoph Herndler, geb. 1964, lebt in Gaspoltshofen. Er studierte Orgel, Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Elektroakustik in Wien und in den USA (CCRMA/Stanford University). 1997 gründete er das Ensemble EIS.
Zu seinen Arbeiten zählen grafische Partituren, die sich auch in außermusikalischen Darstellungsformen realisieren lassen, aber auch Notationsobjekte, Musikinstallationen und Videoarbeiten.