konzerte
 

MUSIK & LYRIK VOR OSTERN
2012



makroPHONIA
"Vom Lob des Schattens und dem Licht der kleinen Dinge"

Lass das Auge die Klänge fangen,
dann wirst du endlich verstehen...


Tozan Ryokai
(Zenmeister, 9. Jahrhundert)

makroPHONIA ist ein Projekt von Renald Deppe und Michael Bruckner-Weinhuber
gemeinsam mit
koreanischen MusikerInnen, bei dem visuelle Mikrostrukturen
alltäglicher Lebensräume zur kompositorischen Substanz zeitgenössischer Klangwelten werden.
makroPHONIA stellt sich der Herausforderung, feinste Strukturen abzubilden und durch
unterschiedliche Kompostionsformen "vergrößert" sichtbar und hörbar zu machen.
Durch die zugrundeliegenden Tuschegrafiken bzw. Makrofotografien werden Details deutlich,
die die natürlichen Schwingungen der Lebewesen und Dinge erahnen lassen.
Die Verbindung zwischen Sehen, Fühlen und Hören wird damit direkt angesprochen.
Die Transformation vom Bild zum Klang wird mit einem traditionellen koreanischen
Instrumentarium umgesetzt: Die zweisaitige Kniegeige Haegum, die zwölfsaitige Zither Gayageum
und die Doppelrohrblatt-Bambusflöte Piri mit ihren feinen mikrotonalen Abstufungen und der Changgo,
eine Sanduhrtrommel von ungemein klanglicher Vielfalt und Kraft.


MONTAG, 02. 04. 2012
imPavillon, 18:30 UHR

makroPHONIA I

PARK KYUNGSO, GAYAGEUM
KIM TAE KYUNG, PIRI

MICHAEL BRUCKNER-WEINHUBER, DIE FERNE
RENALD DEPPE, DAS EIGENE


Park Kyungso


Kim Tae Kyung




DIENSTAG, 03. 04. 2012
imPavillon, 18:30 UHR

makroPHONIA II

KU SU JUNG, HAEGUM
YOON YEO JOO, CHANGGO

RENALD DEPPE, DAS FREMDE
MICHAEL BRUCKNER-WEINHUBER, DIE NÄHE


Ku Su Jung


Yoon Yeo Joo




GRÜNDONNERSTAG, 05. 04. 2012
Marienkirche, 18:30 UHR

WOLFGANG KOGERT, ORGEL

CHRISTOPH HERNDLER, VARIATION SÉRIEUSES VARIATION (2009)
KLAUS LANG, MARIAS MANTEL (2005)




Wolfgang Kogert
Der 1980 geborene Wiener Organist Wolfgang Kogert studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Martin Haselböck sowie an der Musikhochschule Stuttgart bei Jon Laukvik. Weitere Studien in Improvisation erfolgten bei Tomasz Adam Nowak an der Hochschule für Musik Detmold.
Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Wettbewerbspreise aus denen der Gewinn des ersten Preises des renommierten Internationalen Orgelwettbewerbes "Musica antiqua" 2006 in Brügge hervorragt.
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn bisher durch ganz Europa, nach Nordafrika und in den Arabischen Raum.
Wolfgang Kogerts Vorliebe gilt der Interpretation der Alten Musik an historischen Instrumente, einen weiteren Schwerpunkt bildet sein Engagement für das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts. Für (Ur-)Aufführungen neuer Orgelwerke arbeitete er u.a. mit folgenden namhaften KomponistInnen zusammen: Peter Ablinger, Christoph Herndler, Manuela Kerer, Klaus Lang, Wolfgang Mitterer, Wolfram Wagner.
Als Solist und Basso-continuo-Spieler wird er häufig u.a. von dem Radio-Symphonieorchester Wien, der Wiener Akademie, der Camerata Salzburg, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Musica Angelica Baroque Orchestra Los Angeles und dem Sydney Symphony Orchestra für Konzerte im Wiener Musikverein und Konzerthaus, den Salzburger Festspielen sowie Konzertreisen und CD-Produktionen engagiert.
Folgende Solo-CDs liegen vor: "Orgelmusik am Wiener Hof" (NCA 2009) - Werke von Georg und Gottlieb Muffat, aufgenommen an der Sieber-Orgel (1714) der Michaelerkirche in Wien. "Johann Caspar Kerll - sämtliche freie Orgelwerke" (NCA 2011) - aufgenommen an der Wöckherl-Orgel (1642) der Franziskanerkirche in Wien.
Kirchenmusikalisch ist Wolfgang Kogert als Organist an der traditionsreichen Wiener Hofburgkapelle aktiv, wo er mit den Wiener Philharmonikern und den Wiener Sängerknaben musiziert.
Wolfgang Kogert unterrichtet Orgel, Improvisation und Generalbass an der Hochschule für Musik Detmold.

www.wolfgangkogert.at



KARFREITAG, 06. 04. 2012
imPavillon, 18:30 UHR

FRANZ DODEL, LESUNG

NICHT BEI TROST, ENDLOS HAIKU




Franz Dodel
Geboren in Bern am 14.8.1949
Schulen / Studium:
Schule in Bern
1965-1969 Lehrerseminar Bern
1987-1995 Theologiestudium an der Universität Bern (1993 Lizentiat, 1995 Promotion)
ab 1997 Aus- und Weiterbildung im Bibliothekswesen, Universität Bern
Berufliche Tätigkeit:
Fachreferent für Theologie, Religionswissenschaft in der Zentralbibliothek der Universität Bern
Freier Schriftsteller, Mitglied AdS (Autoren und Autorinnen der Schweiz)

Auszeichnungen/Werkbeiträge:
- Heinz-Weder-Preis für Lyrik 2003 (Hauptpreisträger)
- Werkbeitrag Literarische Kommission der Stadt Bern 2004, 2008, 2010, 2011.
- Werkbeitrag Kanton Bern 2004, 2008, 2010, 2011.
- Werkbeitrag Burgergemeinde Bern 2008, 2010, 2011.
- Werkbeitrag Kulturprozent Migros 2008, 2010, 2011..
- „Die schönsten Schweizer Bücher 2004“ für: Nicht bei Trost – a never ending Haiku, 3 Bde.,
illustr. v. Rudolf Steiner, Edition Haus am Gern, Biel, 2004.
- „Die schönsten Bücher Österreichs 2008“ für: Nicht bei Trost. Haiku, endlos, illustriert von Serafine Frey,
Edition Korrespondenzen, Wien 2008. Zusätzlich ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis.
- Literaturpreis des Kantons Bern 2009, 2011.
- Werkbeitrag Pro Helvetia 2010

Haiku endlos
Im Jahr 2002 begann Franz Dodel mit seinem Gedicht „Nicht bei Trost“ (Haiku, endlos), ein
assoziatives Kettengedicht, das, angereichert mit ausführlichen Anmerkungen und Bildern, täglich
fortgesetzt wird. Die ersten 6000 Zeilen des Gedichts sind 2004 in drei Bänden unter dem Titel Nicht
bei Trost – a never-ending Haiku erschienen. Diese wurden 2004 im Wettbewerb „Die schönsten
Bücher der Schweiz“ ausgezeichnet. Die Zeilen 6001-12000 erschienen 2008 in einem Band in der
Edition Korrespondenzen in Wien und dieser wurde mit dem österreichischen Staatspreis als „Eines
der schönsten Bücher Österreichs“ ausgezeichnet.

Werke
Das Sitzen der Wüstenväter. Eine Untersuchung anhand der Apophthegmata Patrum.
Universitätsverlag, Freiburg i. Ue. 1997 (Paradosis Bd. 42).
Weisung aus der Stille. Sitzen und Schweigen mit den Wüstenvätern. Benziger/Patmos, Zürich und Düsseldorf 1999.
Mein Haus hat keine Wände. Gedichte. Verlag Haus am Gern, Biel 2001.
Nicht bei Trost – a never-ending Haiku. Illustriert von Rudolf Steiner, Edition Haus am Gern, Biel 2004, (3 Bde).
Hartmut Abendschein/Franz Dodel (Hrsg.): Wissen und Gewissen, eine literarische Anthologie. Bern 2005.
Nicht bei Trost. Haiku, endlos. Illustriert von Serafine Frey. Edition Korrespondenzen, Wien 2008
Von Tieren. Illustriert von Chantal Meng. edition taberna kritika, Bern 2010
Nicht bei Trost. Carmen infinitum. Illustriert von Serafine Frey. Edition Korrespondenzen, Wien 2011



7 NACH 7
2012


MITTWOCH, 09. 05. 2012
imPavillon, 19:07 Uhr

MINETTI QUARTETT

Das Minetti-Quartett, „eine musikalische Sensation aus Österreich“ (Der Tagesspiegel)



MARIA EHMER, VIOLINE
ANNA KNOPP, VIOLINE
MILAN MILOJICIC, VIOLA
LEONHARD ROCZEK, VIOLONCELLO


WOLFGANG RIHM, GRAVE - in memoriam Thomas Kakuska (2005)


Wolfgang Rihm

"Grave in memoriam Thomas Kakuska" (2005), wird uns in ein faszinierendes Schattenreich des Leisen entführen."


www.minettiquartett.at

DONNERSTAG, 18. 10. 2012
imPavillon, 19:07 Uhr

MINETTI QUARTETT

MARIA EHMER, VIOLINE
ANNA KNOPP, VIOLINE
MILAN MILOJICIC, VIOLA
LEONHARD ROCZEK, VIOLONCELLO

"Die vier Österreicher begeistern schon allein wegen ihrer lupenreinen Technik und Tongebung; was sie künstlerisch auszeichnet, ist ihre Courage, alle Stimmungswelten mit großer Hingabe und extremer Ausdruckskraft zu durchschreiten. Wie die erste Geigerin Maria Ehmer gerade die innigen, zärtlichen, feinsinnigen Melodien dahinzaubert, ist allein schon eine Klang-Sensation."
BR Klassik


MANFRED TROJAHN, 3. Streichquartatt (1983)



Manfred Trojahn, einer der profiliertesten deutschen Komponisten, am 22. Oktober 1949 in Cremlingen geboren, war Kompositionsschüler bei Diether de la Motte und György Ligeti, studierte Flöte bei Karlheinz Zöller und Dirigieren bei Albert Bittner. Seit 1991 unterrichtet er als Professor für Komposition an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaft und der Künste und der Akademie der Künste Berlin.

DIENSTAG, 30. 10. 2012
imPavillon, 19:07 Uhr

LISA PREIMESBERGER, BASSETTHOFEN
KARLHEINZ STOCKHAUSEN, IN FREUNDSCHAFT



Lisa Preimesberger, geboren 1984 in Bad Ischl, spezialisiert sich seit geraumer Zeit auf Neue Musik sowie auf tiefe Klarinetten. Von 2002-2007 studierte sie Instrumentalpädagogik im Hauptfach Klarinette bei Gerald Kraxberger und Manfred Unterhuber an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Dort schloss Lisa ihr Studium als 'Bachelor of Arts' mit Auszeichnung ab. 2008 zog sie nach New York um sich auf Bassklarinette und Bassetthorn zu spezialisieren und abslovierte ein Masterstudium an der Manhattan School of Music in der Meisterklasse von Bassklarinettist Michael Lowenstern im Fach Contemporary Bass Clarinet. Weiters nahm sie Unterricht bei Klarinettisten wie Charles Neidich, David Krakauer, Evan Ziporyn, Suzanne Stephens und Ernesto Molinari. Im Herbst 2010 inskribierte Lisa an der State University of New York in Stony Brook bei Klarinettist Alan R. Kay, an welcher sie im Mai 2012 zum 'Doctor of Musical Arts' graduierte. Seit über zwei Jahren steht sie mit Komponisten Zeitgenössischer Musik in Verbindung, deren Werke sie uraufführt.
Derzeit lebt Lisa als freiberufliche Musikerin in Wien.


SONNTAG, 18. 11. 2012
imPavillon, 19:07 Uhr

JOHN CAGE, ONE

GREGOR REINBERG, VIOLINE
MARKUS BRUCKNER, PERFORMANCE



In ihrer Interpretation von John Cages Werk One, ursprünglich komponiert für Solovioline, erweitern Gregor Reinberg und Markus Bruckner den musikalischen Rahmen, indem sie das Stück in ein räumlich-performatives Setting einbetten, das speziell für den Aufführungsort ImPavillon entwickelt wurde. Im Zusammenwirken der Elemente Klang, Bewegung, Licht und Raum wird die Wahrnehmung herausgefordert und nicht zuletzt hinsichtlich ihrer zugrundeliegenden Eigenschaften befragt.



Gregor Reinberg
studierte Violine an der Universität für Musik Wien bei Ernst Kovacic.
Als Solist, Kammer- und Ensemblemusiker Konzerte in ganz Europa und Nordamerika bei Festivals wie Wiener Festwochen, styriarte, Carinthischer Sommer, Festival Georges Enescu, Festival de Perelada etc.
Seit 2005 Projekte im Bereich Experimentelle Musik – Performance, intensive Zusamenarbeit mit dem Choreographen Markus Bruckner und dem Jazzmusiker Niko Maly. Projekte unter anderem im Tanzquartier Wien, WUK Wien, Kunsthalle Krems. Lebt und arbeitet in Wien.



Markus Bruckner
Studium der Philosphie an der Universität Wien und Pädagogik für modernen Tanz am Konservatorium Wien.
Im künstlerischen Bereich als Performer, Choreograf und Musiker tätig; Aufführungen unter anderem im Tanzquartier Wien, WUK Wien, Festspielhaus St. Pölten, Odeon Theater Wien,...


SONNTAG, 23. 12. 2012
Marienkirche, 19:07 Uhr



WOLFGANG KOGERT, ORGEL

JOHANN SEBASTIAN BACH, Einige canonische Veraenderungen über das Weynacht-Lied:
Vom Himmel hoch da komm ich her, BWV 769 (1746/47)

Var. I: In canone all'Ottava
Var. II: Alio modo in Canone alla Quinta
Var. III: In Canone alla Settima
Var. IV: In Canone all'Ottava per augmentationem
Var. V: L'altra sorte del Canone al rovescio:

1) alla Sesta
2) alla Terza
3) alla Seconda
4) alla Nona




Wolfgang Kogert
Der 1980 geborene Wiener Organist Wolfgang Kogert studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Martin Haselböck sowie an der Musikhochschule Stuttgart bei Jon Laukvik. Weitere Studien in Improvisation erfolgten bei Tomasz Adam Nowak an der Hochschule für Musik Detmold.
Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Wettbewerbspreise aus denen der Gewinn des ersten Preises des renommierten Internationalen Orgelwettbewerbes "Musica antiqua" 2006 in Brügge hervorragt.
Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn bisher durch ganz Europa, nach Nordafrika und in den Arabischen Raum.
Wolfgang Kogerts Vorliebe gilt der Interpretation der Alten Musik an historischen Instrumente, einen weiteren Schwerpunkt bildet sein Engagement für das Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts. Für (Ur-)Aufführungen neuer Orgelwerke arbeitete er u.a. mit folgenden namhaften KomponistInnen zusammen: Peter Ablinger, Christoph Herndler, Manuela Kerer, Klaus Lang, Wolfgang Mitterer, Wolfram Wagner.
Als Solist und Basso-continuo-Spieler wird er häufig u.a. von dem Radio-Symphonieorchester Wien, der Wiener Akademie, der Camerata Salzburg, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Musica Angelica Baroque Orchestra Los Angeles und dem Sydney Symphony Orchestra für Konzerte im Wiener Musikverein und Konzerthaus, den Salzburger Festspielen sowie Konzertreisen und CD-Produktionen engagiert.
Folgende Solo-CDs liegen vor: "Orgelmusik am Wiener Hof" (NCA 2009) - Werke von Georg und Gottlieb Muffat, aufgenommen an der Sieber-Orgel (1714) der Michaelerkirche in Wien. "Johann Caspar Kerll - sämtliche freie Orgelwerke" (NCA 2011) - aufgenommen an der Wöckherl-Orgel (1642) der Franziskanerkirche in Wien.
Kirchenmusikalisch ist Wolfgang Kogert als Organist an der traditionsreichen Wiener Hofburgkapelle aktiv, wo er mit den Wiener Philharmonikern und den Wiener Sängerknaben musiziert.
Wolfgang Kogert unterrichtet Orgel, Improvisation und Generalbass an der Hochschule für Musik Detmold.

www.wolfgangkogert.at